Dr. med. Klaus-Henning Gypser ist Arzt mit eigener Praxis in Rheinland-Pfalz und ehemaliger Lehrbeauftragter für Homöopathie am Fachbereich Humanmedizin der Universität Giessen. Neben seiner umfangreichen nationalen und internationalen Lehrtätigkeit im Rahmen ärztlicher Weiterbildung schuf er sich durch zahlreiche Buch- und Zeitschriftenpublikationen einen Namen.

Hier ein Auszug aus seinem Buch:
Homöopathie, Grundlagen und Praxis
Verlag C.H.Beck, Jahr 1998

Die Großen der Welt aus den verschiedensten Bereichen standen in homöopathischer Behandlung wie etwa die Rothschilds oder N. Paganini, J. D. Rockefeller oder J. Krishnamurty Zu ihren Fürsprechern zählten Gandhi ebenso wie Napoleon, der sie, auf Elba homöopathisch geheilt, als "die wesentlichste Entdeckung seit der Erfindung der Buchdruckerkunst" bezeichnete. (Baumann 1857.15) Aus diesen wenigen Angaben, die sich mühelos vermehren ließen, ist schon zu ersehen, daß es sich mit der Homöopathie nicht um eine der vielen kommenden und gehenden Moden der Medizin handelt, sondern um eine Heilweise, die der Möglichkeit menschlichen Heilens überhaupt auf den Grund gegangen sein muß und somit zu Recht eine freilich noch längst nicht voll erkannte Sonderstellung innehat.

Die Homöopathie ist im übrigen keine eigenständige Medizin, sondern sie nimmt einen Platz in deren Reihen ein. So zielt ihre landläufige Einordnung als Alternativmedizin an der Sache vorbei, denn sie verfügt beispielsweise über keine eigene Anatomie, Hygiene oder Chirurgie. Sie könnte allenfalls als Alternativtherapie bezeichnet werden, wenn man das dominante naturwissenschaftlich-empirische Behandlungsverfahren als maßgeblichen Bezugspunkt wählt.



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